Ein praxisorientierter Kurs zur räumlichen Datenverarbeitung, Analyse und Automatisierung von Arbeitsabläufen mit den Geoprocessing-Werkzeugen und dem ModelBuilder von ArcGIS. Die Teilnehmenden lernen, Analyseprozesse systematisch aufzubauen, wiederkehrende Arbeitsschritte zu automatisieren und Modelle für die Verarbeitung umfangreicher Datenbestände zu entwickeln.
Sie lernen die grundlegenden Konzepte und Funktionen des Geoprocessings kennen und setzen geeignete ArcGIS-Werkzeuge für räumliche Analysen und die Datenmodellierung ein. Mit dem ModelBuilder verbinden Sie mehrere Verarbeitungsschritte zu nachvollziehbaren und wiederverwendbaren Arbeitsabläufen.
Darüber hinaus arbeiten Sie mit Variablen, Parametern und Iteratoren, exportieren Modelle nach Python und erhalten eine praxisnahe Einführung in das Skripting mit ArcPy.
Nach Abschluss des Kurses können Sie Geoverarbeitungsaufgaben strukturiert planen, mit dem ModelBuilder automatisieren und einfache Python-Skripte als Grundlage für weiterführende Automatisierungen verstehen und anpassen.
• Geeignete Geoprocessing-Werkzeuge für räumliche Aufgaben auswählen und einsetzen
• Geoverarbeitungsoptionen und Umgebungseinstellungen zielgerichtet konfigurieren
• Lineare Analyse- und Verarbeitungsabläufe mit dem ModelBuilder automatisieren
• Werkzeuge, Daten und Zwischenergebnisse in Modellen miteinander verbinden
• Variablen, Modellparameter und Vorbedingungen verwenden
• Datenbestände mithilfe von Iteratoren automatisiert verarbeiten
• Modelle testen, dokumentieren und für andere Personen bereitstellen
• ModelBuilder-Modelle nach Python exportieren
• Grundlagen von Python und ArcPy für die Geoverarbeitung anwenden
• Grundlegende Kenntnisse in ArcGIS Desktop oder ArcGIS Pro
• Erfahrung im Umgang mit Layern, Feature-Classes, Attributtabellen und Geodatabases
• Grundverständnis räumlicher Daten und einfacher GIS-Analysen
• Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich
*Wir passen den Kursaufbau und die Inhalte an Ihre spezifischen Anforderungen und relevanten Anwendungsfälle an.
Modul 1: Überblick über die Geoverarbeitung in ArcGIS
• Aufgaben und Einsatzbereiche des Geoprocessings
• Zusammenspiel von Werkzeugen, ModelBuilder und Python-Skripten
• Geoverarbeitung in ArcGIS Pro und ArcGIS Desktop
• Eingabe-, Ausgabe- und Zwischendaten verstehen
• Räumliche und attributbezogene Verarbeitungsprozesse unterscheiden
• Geeignete Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben finden
• Ergebnisse kontrollieren und Arbeitsschritte nachvollziehbar dokumentieren
Modul 2: Grundlagen der Geoprocessing-Werkzeuge
• Aufbau und Bedienung von Geoprocessing-Werkzeugen
• Eingabeparameter, optionale Parameter und Ausgabedaten
• Arbeiten mit Feature-Classes, Tabellen und Rasterdaten
• Auswahl-, Analyse-, Konvertierungs- und Datenmanagementwerkzeuge
• Werkzeuge einzeln ausführen und Ergebnisse überprüfen
• Verarbeitungsmeldungen, Warnungen und Fehler interpretieren
• Geoverarbeitungsverlauf für wiederkehrende Aufgaben nutzen
Modul 3: Optionen und Umgebungseinstellungen
• Bedeutung von Geoprocessing-Umgebungen
• Arbeits- und temporäre Workspaces festlegen
• Koordinatensysteme und Ausgabeprojektionen definieren
• Verarbeitungsausdehnung und räumliche Auflösung einstellen
• Zellengrösse, Fangraster und Masken für Rasteranalysen verwenden
• Überschreiben vorhandener Ausgaben steuern
• Umgebungseinstellungen auf Werkzeug-, Modell- und Projektebene anwenden
• Auswirkungen unterschiedlicher Einstellungen auf Ergebnisse beurteilen
Modul 4: Einführung in den ModelBuilder
• Aufbau und Benutzeroberfläche des ModelBuilders
• Werkzeuge und Daten in ein Modell einfügen
• Prozesse und Variablen miteinander verbinden
• Eingabe-, Ausgabe- und Zwischenvariablen unterscheiden
• Modelle validieren und ausführen
• Zwischenergebnisse verwalten und automatisch löschen
• Modellschritte einzeln testen
• Einfache Modelle speichern, benennen und dokumentieren
Modul 5: Lineare Arbeitsabläufe automatisieren
• Mehrere Werkzeuge zu einem durchgängigen Prozess verbinden
• Abhängigkeiten und Verarbeitungsreihenfolgen definieren
• Ausgaben eines Werkzeugs als Eingaben für weitere Schritte verwenden
• Daten auswählen, analysieren, konvertieren und speichern
• Vorbedingungen für die kontrollierte Ausführung einsetzen
• Temporäre und dauerhafte Ergebnisse unterscheiden
• Fehler in Modellabläufen systematisch identifizieren
• Modelle für wiederkehrende räumliche Analysen entwickeln
Modul 6: Variablen und Modellparameter
• Daten-, Wert- und Umgebungsvariablen verwenden
• Variablen erstellen, umbenennen und bearbeiten
• Werte dynamisch in Dateinamen und Pfaden einsetzen
• Inline-Variablensubstitution anwenden
• Eingaben und Einstellungen als Modellparameter definieren
• Modelle als benutzerdefinierte Geoprocessing-Werkzeuge bereitstellen
• Parameterreihenfolge und Benutzereingaben gestalten
• Standardwerte und optionale Parameter verwenden
Modul 7: Iterationen und Stapelverarbeitung
• Wiederkehrende Verarbeitungsschritte mit Iteratoren automatisieren
• Alle Feature-Classes innerhalb eines Workspace verarbeiten
• Feature-Datasets, Dateien, Tabellen oder Raster durchlaufen
• Datensätze anhand von Namen oder Eigenschaften filtern
• Dynamische Ausgaben für jede Iteration erzeugen
• Verschachtelte und mehrstufige Verarbeitung verstehen
• Sammelwerkzeuge und Mehrfachwerte einsetzen
• Stapelprozesse testen und Ergebnisse kontrollieren
Modul 8: Modelle optimieren und bereitstellen
• Modelle übersichtlich und wartbar strukturieren
• Aussagekräftige Namen, Beschriftungen und Gruppen verwenden
• Beschreibungen und Hilfetexte ergänzen
• Zwischenergebnisse und Speicherbedarf optimieren
• Häufige Modellfehler erkennen und beheben
• Modelle kopieren, anpassen und wiederverwenden
• Modelle in Toolboxes organisieren
• Automatisierte Arbeitsabläufe für andere Anwenderinnen und Anwender bereitstellen
Modul 9: Modelle nach Python exportieren
• Unterschiede zwischen visuellen Modellen und Skripten verstehen
• ModelBuilder-Modelle als Python-Code exportieren
• Aufbau des erzeugten Codes nachvollziehen
• Werkzeugaufrufe, Parameter und Variablen erkennen
• Pfade und Eingabedaten im exportierten Skript anpassen
• Grenzen des automatisch erzeugten Codes berücksichtigen
• Modelle als Ausgangspunkt für weiterführende Skripte verwenden
Modul 10: Einführung in Python und ArcPy
• Einsatzmöglichkeiten von Python innerhalb von ArcGIS
• Grundlegende Syntax, Variablen und Datentypen
• Python-Skripte und Notebook-Umgebungen in ArcGIS Pro
• Geoprocessing-Werkzeuge mit ArcPy aufrufen
• Parameter und Ausgaben in Skripten verwenden
• Einfache Bedingungen und Schleifen verstehen
• Datensätze in Workspaces auflisten und verarbeiten
• Meldungen und Fehler in Skripten ausgeben
• Einstiegspunkte für die Weiterentwicklung eigener Automatisierungen
Modul 11: Praxisprojekt – Automatisierter Geoprocessing-Ablauf
• Eine typische räumliche Analyse in Einzelschritte zerlegen
• Geeignete Werkzeuge und Umgebungseinstellungen auswählen
• Einen vollständigen Ablauf im ModelBuilder erstellen
• Parameter und dynamische Variablen definieren
• Mehrere Datensätze mit einem Iterator verarbeiten
• Ergebnisse prüfen und Fehler korrigieren
• Das Modell als Geoprocessing-Werkzeug bereitstellen
• Das Modell nach Python exportieren und den Code nachvollziehen
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