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Analyse- und Geoverarbeitungswerkzeuge in QGIS

Analyse- und Geoverarbeitungswerkzeuge in QGIS

Ein praxisorientierter Kurs zur räumlichen Analyse und automatisierten Verarbeitung von Geodaten mit QGIS. Die Teilnehmenden lernen, räumliche Abfragen, Überlagerungen, Pufferanalysen und statistische Auswertungen durchzuführen sowie wiederkehrende Arbeitsabläufe mit dem Graphical Modeler und der Stapelverarbeitung zu automatisieren.

Was werden Sie lernen?

Sie vertiefen Ihre QGIS-Kenntnisse und wenden zentrale Analyse- und Geoverarbeitungswerkzeuge auf typische räumliche Fragestellungen an. Sie wählen Objekte anhand ihrer Lage aus, verknüpfen räumliche und attributbezogene Informationen und bearbeiten Vektordaten mit Werkzeugen zum Zuschneiden, Verschneiden, Auflösen und Zusammenführen.

Darüber hinaus berechnen Sie statistische und geometrische Kennwerte und entwickeln mit dem Graphical Modeler reproduzierbare Verarbeitungsabläufe. Mit der Stapelverarbeitung wenden Sie einzelne Werkzeuge effizient auf mehrere Datensätze an.

Nach Abschluss des Kurses können Sie räumliche Analysen selbstständig planen, geeignete QGIS-Werkzeuge auswählen und wiederkehrende Geoverarbeitungsprozesse nachvollziehbar automatisieren.

• Räumliche und attributbezogene Abfragen erstellen

• Objekte anhand ihrer Lagebeziehungen auswählen

• Räumliche Verbindungen zwischen Layern durchführen

• Daten zuschneiden, verschneiden und mit Puffern analysieren

• Layer verschmelzen, auflösen, teilen und zusammenführen

• Statistische Kennwerte für räumliche und tabellarische Daten berechnen

• Geometrien prüfen, berechnen und bearbeiten

• Mehrere Verarbeitungsschritte mit dem Graphical Modeler verbinden

• Wiederkehrende Aufgaben per Batch Processing automatisieren

• Reproduzierbare und dokumentierte GIS-Workflows entwickeln

Voraussetzungen:

• Grundlegende Kenntnisse in QGIS

• Erfahrung mit Layern, Attributtabellen und einfachen Auswahlfunktionen

• Grundlegendes Verständnis von Vektor- und Geodaten

• Kenntnisse über Koordinatensysteme sind hilfreich

• Für die praktischen Übungen wird ein Computer mit einer installierten und einsatzbereiten QGIS-Version benötigt

Kursübersicht*:

*Wir passen den Kursaufbau und die Inhalte an Ihre spezifischen Anforderungen und relevanten Anwendungsfälle an.

Modul 1: Einführung in räumliche Analyse und Geoverarbeitung

• Aufgaben und Einsatzbereiche räumlicher Analysen

• Unterschiede zwischen Datenverwaltung, Geoverarbeitung und Analyse

• Räumliche Fragestellungen in einzelne Verarbeitungsschritte übersetzen

• Vektor-, Raster- und Tabellendaten als Eingaben verwenden

• Eingaben, Parameter, Zwischenergebnisse und Ausgaben unterscheiden

• Anforderungen an Datenqualität und räumliche Genauigkeit

• Möglichkeiten und Grenzen automatisierter Analyseergebnisse

Modul 2: Die QGIS-Processing-Werkzeugkiste

• Aufbau und Bedienung der Processing-Werkzeugkiste

• Werkzeuge nach Namen, Anbieter oder Funktion suchen

• Native QGIS-Werkzeuge und weitere Processing-Anbieter unterscheiden

• Eingabeparameter und Ausgabeoptionen festlegen

• Temporäre und dauerhafte Ergebnisse verwenden

• Verarbeitungsverlauf und Protokollmeldungen untersuchen

• Häufig verwendete Werkzeuge als Favoriten organisieren

Modul 3: Daten für Analysen vorbereiten

• Geometrien, Attribute und Koordinatensysteme prüfen

• Geeignete Eingabe-Layer auswählen

• Ungültige oder beschädigte Geometrien erkennen und reparieren

• Attributfelder und Datentypen kontrollieren

• Untersuchungsgebiete und relevante Datenausschnitte definieren

• Daten in geeignete Formate konvertieren

• Analyseergebnisse strukturiert speichern und benennen

Modul 4: Attributbezogene Abfragen

• Objekte anhand von Attributwerten auswählen

• Einfache und kombinierte Ausdrücke erstellen

• Text-, Zahlen- und Datumsfelder abfragen

• Operatoren und logische Verknüpfungen verwenden

• Mit fehlenden oder leeren Werten umgehen

• Ausgewählte Objekte weiterverarbeiten oder exportieren

• Wiederkehrende Abfragen als Ausdrücke speichern

Modul 5: Räumliche Abfragen

• Räumliche Beziehungen zwischen Objekten verstehen

• Objekte auswählen, die sich schneiden, berühren oder überlappen

• Objekte innerhalb oder ausserhalb eines Gebietes ermitteln

• Auswahl anhand einer definierten Entfernung durchführen

• Räumliche und attributbezogene Bedingungen kombinieren

• Auswahlmethoden und ihre Auswirkungen vergleichen

• Abfrageergebnisse kontrollieren und dokumentieren

Modul 6: Räumliche Verbindungen

• Unterschied zwischen Attribut- und räumlichen Verbindungen

• Attribute anhand räumlicher Beziehungen übertragen

• Punktinformationen Flächen zuordnen

• Informationen über Überschneidung oder Nähe verknüpfen

• Mehrere passende Objekte zusammenfassen

• Zusammenfassungsfunktionen bei Spatial Joins einsetzen

• Nicht zugeordnete Objekte erkennen und behandeln

• Ergebnisse für weitere Analysen vorbereiten

Modul 7: Puffer- und Entfernungsanalysen

• Puffer um Punkte, Linien und Flächen erzeugen

• Geeignete Pufferdistanzen und Einheiten auswählen

• Einfache und mehrfache Pufferringe erstellen

• Überlappende Puffer zusammenführen oder getrennt erhalten

• Einseitige und linienbezogene Puffer untersuchen

• Einflussbereiche und Erreichbarkeitszonen darstellen

• Puffer mit weiteren Layern verschneiden

• Aussagekraft und Grenzen von Distanzanalysen beurteilen

Modul 8: Zuschneiden und räumliche Überlagerung

• Layer anhand eines Untersuchungsgebietes zuschneiden

• Clip-, Intersection- und Difference-Werkzeuge vergleichen

• Geometrien und Attribute mehrerer Layer kombinieren

• Gemeinsame und nicht gemeinsame Flächen ermitteln

• Union- und symmetrische Differenzoperationen verwenden

• Geometriesammlungen und unterschiedliche Objekttypen behandeln

• Überlagerungsergebnisse auf Vollständigkeit prüfen

• Geeignete Werkzeuge für unterschiedliche Fragestellungen auswählen

Modul 9: Verschmelzen, Auflösen und Zusammenführen

• Benachbarte Objekte anhand gemeinsamer Attribute auflösen

• Grenzen zwischen zusammengehörigen Flächen entfernen

• Statistische Werte während des Auflösens berechnen

• Mehrere gleichartige Layer zusammenführen

• Unterschiede zwischen Merge, Append und Union verstehen

• Einzelne Features oder Teilflächen verschmelzen

• Feldstrukturen unterschiedlicher Eingangsdaten abstimmen

• Ergebnisse kontrollieren und bereinigen

Modul 10: Layer teilen und Datenbestände aufteilen

• Layer anhand von Attributwerten in mehrere Ausgaben teilen

• Daten nach Regionen, Kategorien oder Zuständigkeiten aufteilen

• Einzelne Objekte als separate Dateien exportieren

• Dynamische Ausgabenamen erzeugen

• Räumliche Ausschnitte für unterschiedliche Arbeitsbereiche erstellen

• Datenumfang und Dateistrukturen organisieren

• Aufgeteilte Ergebnisse automatisiert kontrollieren

Modul 11: Geometriewerkzeuge

• Längen, Flächen, Umfänge und Koordinaten berechnen

• Schwerpunkte und repräsentative Punkte erzeugen

• Multipart- und Singlepart-Geometrien umwandeln

• Linien in Punkte oder Segmente zerlegen

• Flächen aus Linien und Linien aus Flächen ableiten

• Geometrien vereinfachen, glätten oder verdichten

• Stützpunkte extrahieren und untersuchen

• Ungültige Geometrien reparieren

Modul 12: Statistische Auswertungen

• Grundlegende Statistikwerkzeuge in QGIS verwenden

• Anzahl, Summe, Mittelwert, Minimum und Maximum berechnen

• Daten nach Kategorien gruppieren und zusammenfassen

• Statistiken für ausgewählte Objekte erstellen

• Räumliche und attributbezogene Zusammenfassungen kombinieren

• Ergebnis- und Pivot-Tabellen erzeugen

• Statistische Kennwerte mit räumlichen Objekten verbinden

• Ergebnisse fachlich interpretieren und visualisieren

Modul 13: Mehrstufige Analyse-Workflows

• Komplexe Fragestellungen in logische Arbeitsschritte zerlegen

• Auswahl-, Puffer-, Überlagerungs- und Statistikwerkzeuge kombinieren

• Ausgaben eines Werkzeugs als Eingaben weiterer Schritte verwenden

• Temporäre Zwischenergebnisse sinnvoll einsetzen

• Parameter und Annahmen dokumentieren

• Zwischenergebnisse auf Plausibilität prüfen

• Analyseabläufe wiederholbar und nachvollziehbar gestalten

Modul 14: Einführung in den Graphical Modeler

• Aufgaben und Benutzeroberfläche des Graphical Modelers

• Eingabeparameter, Algorithmen und Ausgaben hinzufügen

• Werkzeuge und Datenflüsse miteinander verbinden

• Vektorlayer, Felder, Zahlen und Auswahloptionen als Eingaben verwenden

• Modelle ausführen und Ergebnisse kontrollieren

• Modelle speichern und erneut verwenden

• Häufige Modellfehler erkennen und beheben

Modul 15: Fortgeschrittenes Arbeiten mit Modellen

• Mehrere Verarbeitungsschritte zu einem vollständigen Modell verbinden

• Bedingte Verzweigungen und alternative Abläufe einordnen

• Ausdrucksbasierte Werte in Modellen verwenden

• Dynamische Datei- und Layernamen erzeugen

• Zwischenergebnisse verwalten

• Modellparameter für unterschiedliche Datensätze konfigurieren

• Modelle dokumentieren und für andere Anwender bereitstellen

• Modellabläufe optimieren und testen

Modul 16: Batch Processing

• Wiederkehrende Werkzeugaufrufe mit der Stapelverarbeitung automatisieren

• Mehrere Layer oder Dateien als Eingaben festlegen

• Parameter für verschiedene Datensätze variieren

• Automatische Namen und Speicherorte für Ausgaben definieren

• Batch-Tabellen ausfüllen und wiederverwenden

• Fehlerhafte Datensätze erkennen und behandeln

• Verarbeitungsergebnisse und Protokolle prüfen

• Batch Processing und Modeler gezielt kombinieren

Modul 17: Reproduzierbare GIS-Workflows

• Eingabedaten, Parameter und Softwareumgebung dokumentieren

• Einheitliche Ordner- und Benennungsstrukturen verwenden

• Relative Pfade und portable Projekte berücksichtigen

• Zwischenergebnisse und endgültige Resultate unterscheiden

• Modelle und Parameter für spätere Wiederholungen speichern

• Analyseannahmen und Qualitätsgrenzen festhalten

• Ergebnisse mit identischen Eingaben reproduzieren

• Workflows für Teams verständlich bereitstellen

Modul 18: Qualitätssicherung und Fehlersuche

• Verarbeitungsmeldungen und Fehlerprotokolle auswerten

• Leere oder unerwartete Ergebnisse untersuchen

• Probleme mit Koordinatensystemen und räumlicher Lage erkennen

• Ungültige Geometrien und Attributprobleme identifizieren

• Zwischenergebnisse schrittweise kontrollieren

• Stichproben und Vergleichsdaten zur Plausibilitätsprüfung verwenden

• Fehlerhafte Modell- oder Batchparameter korrigieren

• Analyseschritte und Korrekturen dokumentieren

Modul 19: Praxisprojekt – Automatisierter Analyseprozess

• Eine typische räumliche Fragestellung definieren

• Eingangsdaten prüfen und vorbereiten

• Attribut- und räumliche Abfragen durchführen

• Puffer- und Überlagerungswerkzeuge anwenden

• Ergebnisse zusammenführen und statistisch auswerten

• Den vollständigen Ablauf im Graphical Modeler abbilden

• Eine Verarbeitung für mehrere Datensätze automatisieren

• Ergebnisse kontrollieren, visualisieren und dokumentieren

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